Wissenschaftliches Archiv der „Polyhymnia“ Dresden


Bereits im Jahr 1867 begann der Dresdner „Verein zur Pflege der freien Rede – Polyhymnia“ an der Königlich- Polytechnischen Schule Dresden mit der Archivierung seiner Stegreif- und Disputationsreden und legte damit den Grundstein für das heutige wissenschaftliche Archiv. Die im Archiv befindlichen Dokumente spiegeln nicht nur den Zeitgeist von Studenten zu Beginn des 20. Jahrhundert wieder, sondern stellen aufgrund der streckenweise anspruchsvollen satirischen Grafiken und Ornamente im Jugendstil bibliophile Kostbarkeiten dar. Mittlerweile umfasst der Datenbestand die rhetorischen Zeugnisse von Studenten, Wissenschaftlern und Künstlern eines ganzen Jahrhunderts, welche entweder Mitglieder des Vereins oder deren Gäste waren.



Geheimer Hofrat Prof. Dr. phil.
Professor für Mathematik an der TH Dresden
Georg Helm (1851-1923)
Rektor der TH Dresden 1910/11






Darüber hinaus verwahrt das Archiv über 900 Personalakten, wissenschaftliche Publikationen und Nachlässe der Mitglieder der „Polyhymnia“ resp. „Altsachsen“ aus über 150 Jahren. Allein von acht Rektoren von Technischen Hochschulen in Deutschland, wie beispielsweise von Prof. Dr. Georg Helm (1951-1923) (Rektor von 1910-11 TH Dresden) oder des Stadtbaurates von Dresden, dem Königlich Sächsischen Oberbaurat Hermann Klette (1847-1909 – Erbauer der Dresdner Augustus-Brücke (mit W. Kreis) und der Carola-Brücke) verwahrt das Archiv Nachlässe.







Stadtbaurat von Dresden
Königlich Sächsischer Oberbaurat
Hermann Klette (1847-1909)




Nach der deutschen Wiedervereinigung kehrte das Archiv 1994 aus Köln an seinen alten Standort zurück und erfuhr 1997 eine umfassende Modernisierung und Erweiterung. Mit der Restaurierung und Dokumentation von historischen Ruhestätten bedeutender Wissenschaftler und Künstler auf Friedhöfen in Dresden und Umgebung, kam auch ein neues Aufgabenfeld hinzu. Das Archiv wird durch Historiker betreut und ist jedem mit einem berechtigten Interesse zugänglich.


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